06/10/2026 0 Kommentare
24 Stunden für den Frieden
24 Stunden für den Frieden
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24 Stunden für den Frieden
Ökumenische Aktion „24 Stunden für den Frieden“ verbindet Musik, Dialog, Gebet und konkrete Hilfe für den guten Zweck. 3.200 Euro Spenden gesammelt.
von Daniel Könen
Wuppertal-Beyenburg. Mehr als 850 Menschen haben sich an der ökumenischen Aktion „24 Stunden für den Frieden“ beteiligt, zu der die katholische Kirchengemeinde St. Maria Magdalena und die evangelische Kirchengemeinde Beyenburg-Laaken am vergangenen Wochenende eingeladen hatten. Von Samstagvormittag bis Sonntagvormittag entstanden Räume für Begegnung, Zuhören, Gebet, Musik und Dialog. Die Veranstalter ziehen eine ausgesprochen positive Bilanz.
Den Auftakt gestalteten der Kath. Kindergarten und Fug und Janina, bekannt aus der Sendung mit der Maus, mit einem Familienimpuls und der Premiere ihres neuen Liedes „Frieden leuchtet in den Kindern“. Im anschließenden Friedens-Theater erlebten Kinder auf kreative und altersgerechte Weise, wie Frieden im Alltag wachsen kann.
Im weiteren Verlauf der 24 Stunden erwartete die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm. Dazu gehörten eine Friedensandacht mit dem evangelischen Posaunenchor, ein großes Orchesterkonzert gemeinsam mit dem Chor Caminando, ein Kamingespräch zum Thema „Wie baut sich Hass auf und wie baut er sich wieder ab?“, eine Worship und Movie Night sowie ein Friedensgang zwischen den beiden Beyenburger Kirchen.
Ein besonderer Höhepunkt war der Friedensdialog mit Tagesthemen-Moderator Jörg Schönenborn in der evangelischen Kirche, der von drei Jugendlichen moderiert wurde. Dabei ging es um aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, die Bedeutung demokratischer Werte und die Frage, wie Frieden und Zusammenhalt in einer zunehmend polarisierten Welt gestärkt werden können.

Tief berührt zeigten sich viele Teilnehmende auch an der Fürbittwand. Mehr als 100 persönliche Fürbitten und Friedenswünsche wurden aufgeschrieben und sichtbar platziert. Sie machten deutlich, wie sehr die Menschen die aktuellen Krisen und Konflikte bewegen und wie groß zugleich die Sehnsucht nach Hoffnung, Versöhnung und Frieden ist.
„Wir sind begeistert von dieser Resonanz. Das, was in den 24 Stunden passiert ist, hat viele Herzen erreicht und gezeigt, wie groß die Sehnsucht nach Frieden, Gemeinschaft und gegenseitigem Zuhören ist“, sagt Mitinitiator Daniel Könen von der katholischen Kirche.
Den Abschluss der Aktion bildete ein gemeinsamer Gottesdienst mit Diözesanjugendseelsorger Thomas Backsmann und Pfarrer Kai Berger. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher berichteten anschließend, sie hätten in den 24 Stunden Kraft geschöpft, Mut gewonnen und kehren gestärkt in ihren Alltag zurück.

Auch der evangelische Pfarrer Kai Berger hebt die nachhaltige Wirkung des Wochenendes hervor: „Was wir an diesem Wochenende erlebt haben, war weit mehr als ein Veranstaltungsprogramm. Menschen sind miteinander ins Gespräch gekommen, haben zugehört, gebetet, musiziert und sich gegenseitig ermutigt. Das hat viele Menschen sehr berührt.“
Die Friedensaktion setzte nicht nur ein symbolisches Zeichen. Durch Spenden konnten insgesamt 3.279,35 Euro gesammelt werden. Der Erlös kommt dem Verein „Brass for Peace“ sowie dem Kinder- und Jugendhospiz Burgholz zugute. Damit wurde deutlich: Frieden bedeutet nicht nur, darüber zu sprechen, sondern auch konkrete Hilfe für Menschen zu leisten.
Mit Blick auf die Zukunft macht Könen deutlich, welche Botschaft von den 24 Stunden ausgehen soll: „Gehen wir mutig weiter den Weg zum Frieden. Gerade in dieser Zeit ist das wichtiger denn je.“
Die ökumenische Aktion wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Katholikenrates Wuppertal, der Elisabeth-Birkhofen-Stiftung, des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln sowie der Firma TONACT. Ein besonderer Dank gilt darüber hinaus den mehr als 25 ehrenamtlich und hauptamtlich engagierten Menschen, die mit großem Einsatz, Kreativität und Herzblut zum Gelingen der „24 Stunden für den Frieden“ beigetragen haben.

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